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Welche Küchenmaschine mit Kochfunktion passt zu mir?

 

Der große Kaufratgeber

 

Küchenmaschine mit Kochfunktion kaufen
 

Küchenmaschinen mit Kochfunktion sind praktische Helfer, die das Leben erleichtern und Freiräume schaffen.

Die kompakten Allroundtalente werden immer beliebter und stehen mittlerweile bei Vielen ganz oben auf der Wunschliste.

Das haben auch die Hersteller erkannt. Viele möchten auf den Zug mit aufspringen und bringen ein eigenes Modell auf den Markt. Dabei setzen sie auf unterschiedliche Ausstattungen und Funktionen.

Bei der großen Auswahl fällt die Entscheidung für das richtige Modell nicht leicht. Welche Küchenmaschine schlussendlich der persönliche Vergleichssieger wird, ist vor allem eine Frage der individuellen Bedürfnisse und des eigenen Anspruchs.

Wir zeigen Ihnen, welche Kriterien bei der Suche nach einer Küchenmaschine mit Kochfunktion eine Rolle spielen und welche Faktoren entscheidend sind, damit Sie das perfekte Gerät für Ihre Bedürfnisse finden.

 

 

1. Küchenmaschinen-Kauf – die Qual der Wahl

 

Wer sich für den Kauf einer Küchenmaschine mit Kochfunktion entschieden hat, findet sich in einem Dschungel aus Marken und Modellen wieder. Es gibt mittlerweile ein bemerkenswertes Angebot an unterschiedlichen Geräten, die sich nicht nur in ihrem Preis, sondern auch in ihrer Ausstattung und ihren Funktionen unterscheiden. Da ist es oft alles andere als einfach, das richtige Modell zu finden.

Eine Entscheidungshilfe bietet der Küchenmaschine mit Kochfunktion Vergleich. Dieser präsentiert einen Überblick über die wichtigen Produktdetails der verschiedenen Modelle.

 
Küchenmaschine mit Kochfunktion Vergleich
 

Da die Wahl der passenden Küchenmaschine sehr individuell ist und jeder andere Anforderungen an seinen Küchenhelfer stellt, haben wir bewusst darauf verzichtet, einen „Testsieger“ zu ernennen. Nicht jedes der Multitalente beherrscht auch jede Disziplin perfekt. Auch Stiftung Warentest stellte in dem Fazit zu ihrem Küchenmaschinen mit Kochfunktion Test fest: „Alle Maschinen haben Stärken und Schwächen.“
 
Im ersten Schritt ist es daher wichtig, sich darüber Gedanken zu machen, welche Anforderungen an den zukünftigen Küchenassistenten gestellt werden. Für wie viele Personen wird üblicherweise gekocht? Welche Funktionen sollte das Gerät ibeherrschen? Wieviel Platz steht in der Küche zur Verfügung? Und nicht zuletzt: Was darf das Gerät kosten?

 

Zum Küchenmaschinen Vergleich

 


www.quelle.de


 

2. Aufbau – Klassisch oder Kompakt?

 

Jede Küchenmaschine besteht aus einer Grundeinheit mit dem Bedienelement, den dazugehörigen Aufsätzen, sowie einer Rührschüssel. Dabei kann zwischen zwei Gerätetypen unterschieden werden:

Bei den Kompakt-Küchenmaschinen befindet sich der Antrieb, auf welchen die Aufsätze aufgesetzt werden, unten in der Rührschüssel. Der Aufbau ist ähnlich wie bei einem Standmixer und die Zutaten werden von unten verarbeitet.

Die klassische Küchenmaschine arbeitet hingegen mit einem Schwenkarm. Der Schwenkarm kann mit den unterschiedlichen Aufsätzen bestückt werden und wird von oben in die Rührschüssel abgesenkt.

 

Küchenmaschine mit Kochfunktion Klassisch oder Kompakt

Lieber klassisch oder kompakt?

Welcher Gerätetyp besser für Sie geeignet ist, hängt von der geplanten Nutzung ab. Wenn Sie gern und viel backen und die Küchenmaschine häufig für die Herstellung von selbstgemachtem Brot-, Kuchen- oder Pizzateig verwendet werden soll, ist eine Maschine mit Schwenkarm oft die bessere Wahl. Auch für die Zubereitung von Sahne, luftigem Eischnee oder cremigen Desserts sind diese Geräte ideal.

 

Unter den Herstellern von Küchenmaschinen mit Kochfunktion bietet bisher nur Kenwood ein Modell mit Schwenkarm an. Die Kenwood Cooking Chef KM096 wird nicht nur als einziges Gerät mit einem Profi-Knethaken geliefert. Sie nutzt zudem auch ein planetarisches Rührsystem, durch welches Teige optimal verarbeitet werden.

Bei einem planetarischen Rührsystem drehen sich die Rührelemente nicht nur um ihre eigene Achse, sondern gleichzeitig auch entlang des Schüsselrandes. Dadurch wird die natürliche Handbewegung beim Rühren eines Teiges nachgeahmt. Die Masse wird ständig wieder in die Mitte der Schüssel geschoben, wodurch alle Zutaten gleichmäßig erreicht und bearbeitet werden. Die zuschaltbare Heizfunktion bietet den Vorteil, dass der Teig bereits beim Knetvorgang gehen kann.

In der Disziplin der Teigherstellung spielt die Cooking Chef einfach in einer anderen Liga und schlägt alle Konkurrenten um Längen. Selbst der beliebte Thermomix kann da nicht mithalten. Somit ist das Multitalent von Kenwood unter den Küchenmaschinen mit Kochfunktion die erste Wahl für alle, deren Hauptaugenmerk auf der Herstellung von perfektem Teig und meisterhaften Desserts liegt.

 

Alle anderen derzeit erhältlichen Küchenmaschinen mit Kochfunktion zählen zu den Kompakt-Küchenmaschinen. Diese spielen ihre Stärken beim Zerkleinern, Mixen, Raspeln und Pürieren aus. Damit ist eine Maschine aus dieser Kategorie ideal für Salate, Suppen, Saucen oder Eintöpfe geeignet.

Wenn Sie die Zutaten nicht immer nur häckseln oder pürieren möchten, lohnt es sich, einen Blick auf die Krups Prep & Cook und die Kenwood Cooking Chef zu werfen. Diese Modelle bieten zusätzlich zu dem Universalmesser ein Schnitzelwerk* mit mehreren Wechselscheiben. Die verschiedenen Schnitzelscheiben ermöglichen das Hobeln und Schneiden der Zutaten in den unterschiedlichsten Varianten, wie z.B. Julienne, feine Scheiben oder grobe Raspeln. Mit diesem Zubehör wird die kochende Küchenmaschine erst zum richtigen Alleskönner.

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass sowohl die klassischen Küchenmaschinen als auch die Kompaktvarianten zum Kneten, Rühren und Zerkleinern genutzt werden können. Die Geräte mit Schwenkarm sind aber eher die Spezialisten für alle Aufgaben rund ums Backen, während die Kompaktgeräte die Profis für Schneidearbeiten sind.

 

3. Ausstattung und Funktionen

 

Mixen und Pürieren: Dies sind die Grundfunktionen, die jedes Modell beherrscht. Das bestätigte auch Stiftung Warentest in ihrem Küchenmaschine mit Kochfunktion Test. Bei den meisten Modellen werden diese Funktionen mit dem Universalmesser direkt in der Rührschüssel ausgeführt. Nur bei der Kenwood Cooking Chef werden die Zutaten in den separaten Mixaufsatz gegeben.

 

Zerkleinern: Nie wieder brennende Augen beim Zwiebel schneiden oder stinkende Hände beim Knoblauch hacken – diesen Wunsch kann man sich mit einer Küchenmaschine endlich erfüllen.

Die Küchenmaschine übernimmt diese ungeliebten Aufgaben, sowie alle sonstigen Tätigkeiten, bei denen die Zutaten zerkleinert werden sollen. Das Ergebnis ist bei allen Modellen ähnlich gut.

Küchenmaschine Schneiden
 

Rühren: Nachdem man die Zutaten auf die gewünschte Größe zerkleinert hat, muss das Gericht oft noch weiter köcheln, bis alle Zutaten gar sind. Dabei rührt die Küchenmaschine beständig weiter, so dass nichts anbrennen kann. Anstatt die ganze Zeit kochlöffelschwingend neben dem Herd zu stehen, kann man den Vorgang somit komplett der Maschine überlassen und die Zeit für sinnvollere Dinge nutzen.

 

Was ist ein Linkslauf?

 

Damit am Ende nicht jedes Mal ein Brei entsteht, ist es wichtig, dass die Maschine entweder über einen Linkslauf, über einen Klingenschutz oder über einen Rühraufsatz verfügt. Diese sorgen dafür, dass die Zutaten zwar weiter verrührt, aber nicht weiter zerkleinert werden.

 

Beim Linkslauf wird einfach nur die Richtung der Messer geändert, so dass die Zutaten nun nicht mehr mit der scharfen, sondern mit der stumpfen Seite in Berührung kommen. Geräte mit Linkslauf sind zum Beispiel der Thermomix von Vorwerk und die Monsieur Cuisine Plus von Lidl.

Der Klingenschutz ist ein Zubehörteil, welches auf die Messer aufgesetzt wird, damit die Zutaten vor den scharfen Klingen geschützt sind. Diese Lösung findet man unter anderem bei dem Gourmetmaxx Thermo-Multikocher 9in1 oder der Ambiano Küchenmaschine von Aldi.

Bei der dritten Variante muss hingegen der Messeraufsatz ganz herausgenommen und gegen den Rühraufsatz ausgetauscht werden. Eingesetzt wird dies beispielsweise bei der Krups Prep & Cook.

 
 

Kenwood hat dieses Problem beim Design seiner Cooking Chef KM096 übrigens direkt im Ansatz umgangen, da hier die Zutaten in dem separaten Mixaufsatz zerkleinert und erst anschließend in die Rührschüssel gegeben werden.

Das Ergebnis ist in allen Fällen gleich gut. Die Wahl der Variante ist am Ende eine Frage der persönlichen Vorliebe und des Aufwands, muss aber nicht unbedingt kaufentscheidend sein, solange das Gerät zumindest über eine der drei Möglichkeiten verfügt.

 

Es gibt auch Modelle wie z.B. den Jupiter Thermomaster oder den Klarstein Food Circus, welche weder über einen Linkslauf, noch über einen Klingenschutz oder einen Rühraufsatz verfügen. Nicht jeder Nutzer benötigt diese Funktion. Manche möchten vor allem pürierte Suppen zubereiten und für einige Gerichte ist es manchmal sogar ausreichend, wenn die Geschwindigkeit einfach auf eine sehr niedrigere Stufe eingestellt wird. Wem diese Funktion des Rührens ohne Zerkleinern jedoch wichtig ist, der sollte sich vorher informieren, ob das Gerät der Wahl damit aufwarten kann.

 

Schlagen: Das Schlagen von Sahne oder Eischnee ist eine der Königsdisziplinen. Fast alle Hersteller werben mit dieser Funktion, richtig gut kann es aber nur die Kenwood Cooking Chef.

 

Dampfgaren: Beim Dampfgaren werden die Zutaten nicht direkt im Wasser gekocht, sondern in einen separaten Behälter gegeben und lediglich durch den Dampf des kochenden Wasser gegart. Dies ist eine sehr schonende Zubereitungsart, durch welche ein Großteil der Nährstoffe und Vitamine – und somit nicht zuletzt des Geschmacks – erhalten bleibt.

Küchenmaschine Eischnee schlagen

Grundsätzlich kann man mit allen Geräten, die über eine Kochfunktion verfügen, auch Dampfgaren. Die Unterschiede liegen vor allem in der Art des Behälters. Einige Modelle werden mit einem Dampfgarkorb geliefert, welcher direkt in die Rührschüssel eingesetzt wird. Andere Hersteller haben sich für einen separaten Dampfgaraufsatz entschieden, welcher oben auf die Rührschüssel aufgesetzt wird. Der Vorteil des separaten Aufsatzes ist das meist größere Volumen gegenüber dem Dampfgarkorb. Auch in der Schüssel bleibt mehr Platz, wenn mit einem Dampfgaraufsatz gearbeitet wird. So hat man die Möglichkeit, auf mehreren Ebenen gleichzeitig zu kochen.

Manche Geräte, darunter die Krups Prep & Cook und der Thermomix, können sowohl mit einem Dampfgarkorb, welcher in die Schüssel eingesetzt wird, als auch mit einem Dampfgaraufsatz aufwarten. Der Dampfgaraufsatz muss bei dem Modell von Krups zwar separat dazugekauft werden. Durch seinen Zwischenboden bietet er dafür die Möglichkeit, auf ganzen 4 Ebenen gleichzeitig zu kochen – in der Rührschüssel, im Dampfgarkorb und in den zwei Ebenen des Aufsatzes!

 

Kochen: Dass die Disziplin des Kochens von allen Küchenmaschinen mit Kochfunktion beherrscht wird, liegt schon auf Grund der Namensgebung auf der Hand. Unterschiede gibt es vor allem in der Maximaltemperatur und der Anzahl der Temperaturstufen.

Während beispielsweise die Kenwood kCook über gerade einmal 3 Temperaturstufen (65°C, 92°C und 100°C) verfügt, kann die Temperatur der Krups Prep & Cook ganz individuell in 5 Grad Schritten von 30°C bis 130°C geregelt werden.

Auch die Monsieur Cuisine Plus bietet die Einstellung in 5 Grad Schritten. Lediglich das untere Limit wurde von Silvercrest mit 37°C einen Tick höher gewählt.

Allen, die es gern ganz genau nehmen, empfehlen wir die Kenwood Cooking Chef. Bei dieser kann die Temperatur präzise zwischen 20°C und 140°C eingestellt werden. Die Cooking Chef verfügt außerdem derzeit als einziges Gerät über ein hochmodernes Induktionskochfeld, welches energiesparendes und sicheres Kochen garantiert. In den meisten Thermo-Küchenmaschinen ist hingegen eine handelsübliche Heizspirale oder ein Heizring verbaut. Lediglich Jupiter hat seinem „Thermomaster“ die innovative Heizfilmtechnologie spendiert.

 

Kneten: Während unsere Großeltern noch in mühevoller Handarbeit den Brotteig kneten mussten, wird diese Aufgabe heutzutage in vielen Haushalten von einer Maschine übernommen – Teig auf Knopfdruck sozusagen.

 

Auch bei Küchenmaschinen mit Kochfunktion wird mit dieser Funktion geworben. Da die meisten Modelle jedoch maximal mit einem Knetmesser anstatt mit einem richtigen Teighaken ausgestattet sind, lässt das Ergebnis oft zu wünschen übrig. Man darf von einem Teig, welcher mit einem Messer „geknetet“ wurde, nicht exakt dasselbe Resultat erwarten, wie bei einem Teig, der mit Hilfe eines Knethakens hergestellt wurde.

Küchenmaschine Teig

Perfekter Teig gelingt nur mit dem richtigen Zubehör

Sofern die Teigherstellung jedoch nicht ganz oben auf Ihrer Wunschliste steht, sind die Ergebnisse der meisten Küchenmaschinen absolut ausreichend. Lediglich mit schwerem Hefeteig haben einige Modelle wie z.B. der Jupiter Thermomaster oder der Gourmetmaxx Thermo-Multikocher 9in1 größere Probleme.

Allen leidenschaftlichen Bäckern, die großen Wert auf perfekten Teig legen, empfehlen wir die Cooking Chef von Kenwood. Dies ist das einzige Modell, welches über einen Profi-Knethaken verfügt, der ein optimales Knet-Ergebnis garantiert.

 

Wiegen: Ein Ausstattungsdetail, das oft nachgefragt wird, ist die integrierte Waage. Dieses Feature bieten nur die wenigsten Maschinen.

Vorwerk ist der bislang einzige Hersteller, welcher in seinem Thermomix eine Waage direkt in der Grundeinheit unter der Schüssel verbaut hat. So können die Zutaten gleich beim Hinzufügen abgewogen werden und auf dem Display wird angezeigt, wieviel noch fehlt. Das klingt im ersten Moment sehr praktisch, und wenn alles reibungslos funktioniert, ist es das auch. Leider scheint die Waage eine der großen Schwachstellen des Thermomix zu sein. Die Beschwerden in den Internetforen über ungenaue Messungen oder über Waagen, die gleich gänzlich den Dienst quittiert haben, bestätigen diesen Eindruck.

Ein weiterer Nachteil der Thermomix-Waage ist ihre relativ grobe Taktung in 5 Gramm Schritten. Da dies für viele Rezepte nicht fein genug ist, bleibt den Nutzern oft nichts anderes übrig, als zusätzlich eine separate Küchenwaage zu nutzen – oder zu schätzen. Warum Vorwerk in diesem teuren Premium-Produkt nicht gleich eine Waage verbaut hat, welche auf das Gramm genau misst, wie die meisten gängigen Küchenwaagen, bleibt wohl das Geheimnis der Produktentwickler.

Küchenmaschine mit Kochfunktion und Waage

Die Monsieur Cuisine Plus mit der Waage oben links

 

Andere Hersteller wie Silvercrest oder Rosenstein & Söhne haben ihren Modellen auch eine Waage spendiert. Im Gegensatz zum Thermomix ist diese jedoch separat von der Rührschüssel auf der Grundeinheit platziert. Die Zutaten müssen in einem separaten Behälter abgewogen und anschließend in die Schüssel gefüllt werden. Oder der Topf muss aus seiner Verankerung gelöst und zum Abwiegen der Zutaten auf die Waage gestellt werden.

Somit bietet diese Lösung kaum Mehrwert gegenüber einer handelsüblichen Küchenwaage, die sowieso in fast jeder Küche bereits vorhanden ist.

 

4. Wie groß sollte die Rührschüssel sein – Schüsselvolumen = Nutzkapazität?

 

Die Rührschüssel ist das zentrale Element jeder Küchenmaschine mit Kochfunktion. Während die eingesetzten Materialien bei der Grundeinheit und den Zubehörteilen von Modell zu Modell variieren, so ist die Rührschüssel bei so gut wie allen Geräten aus Edelstahl.

Große Unterschiede gibt es jedoch hinsichtlich des Volumens. Wichtig ist hier vor allem die Differenzierung zwischen dem eigentlichen Schüsselvolumen und der tatsächlichen Nutzkapazität.

Das Schüsselvolumen bezeichnet lediglich das Gesamtvolumen der Schüssel, also wieviel Liter in die Schüssel passen, wenn man sie bis zum Rand befüllt. Dies sagt jedoch nichts über die Nutzkapazität aus, da man mit einer vollständig gefüllten Schüssel nicht arbeiten kann.

Nutzkapazität

Kennzeichnung der Nutzkapazität

Bei der Nutzkapazität wird noch einmal in die Kochkapazität und in die Teigkapazität unterschieden. Die Kochkapazität bezieht sich auf die Menge, welche maximal in den Topf gefüllt werden darf, wenn man die Kochfunktion nutzen möchte. Also z.B. wieviel Liter Suppe, Eintopf oder Gemüse. Die Teigkapazität bezeichnet die maximale Menge an Teig, welche von der Maschine verarbeitet werden kann.

Größe der Rührschüssel
 

Wichtig zu wissen ist, dass dies keine Richtwerte, sondern Grenzwerte sind. Die Überschreitung der Maximalwerte kann das Gerät dauerhaft beschädigen. Außerdem kann Flüssigkeit aus dem Topf austreten, wodurch erhöhte Verletzungsgefahr besteht.

 

Die Nutzkapazität ist ein entscheidendes Auswahlkriterium beim Küchenmaschinen Kauf und sollte entsprechend der Anzahl der Personen, für welche Sie kochen möchten, gewählt werden. Falls noch keine Erfahrungswerte vorhanden sind, kann man sich dabei grob an der Faustregel „1 Liter pro erwachsener Person“ orientieren.

Für Singles und Paare sind eine Kochkapazität von 1,5-2 Litern und eine Teigkapazität von 1kg in der Regel ausreichend. Dieses Volumen bieten zum Beispiel die Monsieur Cuisine Plus oder der Thermomix.

Wenn in Ihrem Haushalt mehr als 2 Personen leben oder Sie des Öfteren für Freunde kochen, ist ein Modell mit einer Kochkapazität von mindestens 2,5 Litern und einer Teigkapazität von 2kg empfehlenswert. Die Kenwood Cooking Chef KM096 ist die Küchenmaschine mit Kochfunktion, welche bestens für Großfamilien geeignet ist. Sie bietet ein Fassungsvermögen von satten 6,7 Litern und eine Kochkapazität von 3 Litern. Außerdem kann sie bis zu 5kg Kuchenteig und 3kg Hefeteig verarbeiten und 16 Eiweiß auf einmal verquirlen. Damit sind Sie auch für Geburtstage und Familienfeiern bestens gerüstet.

Im Zweifelsfall ist es meist ratsam, sich für das größere Modell zu entscheiden. So vermeidet man, dann man am Ende doch in Etappen kochen oder gar zusätzlich auf Topf und Herd zurückgreifen muss. Allerdings ist zu beachten, dass kleine Mengen in großen Rührschüsseln oft nicht optimal verarbeitet werden können. Daher gilt es, bei der Wahl des Schüsselvolumens den besten Kompromiss für die geplante Nutzung zu finden.

 

Tipp: Achten Sie beim Kauf darauf, ob sich die Angaben zur Füllmenge auf das reine Schüsselvolumen oder auf die Nutzkapazität beziehen. Nicht immer werden von den Herstellern beide Werte angegeben.

 

5. Leistung und Geschwindigkeit – Wieviel Watt sollte eine Küchenmaschine haben?

 

Die Leistung einer Küchenmaschine mit Kochfunktion setzt sich zusammen aus der Motorleistung und der Heizleistung. Die Watt-Angabe dieser Werte bezeichnet dabei zuerst einmal nur die Leistungsaufnahme aus der Steckdose, also wieviel Strom die Maschine verbraucht. Ein höherer Wert bedeutet somit vor allem eine höhere Stromrechnung. Wieviel von dieser Leistung am Rühr- oder Schneidwerkzeug bzw. der Schüssel ankommt, hängt unter anderem von der Art des Antriebs, vom Getriebe und von der eingesetzten Technik ab. Daher gibt die Wattzahl des Motors allein keine Auskunft darüber, was die Maschine zu leisten im Stande ist. Sie kann aber zumindest eine gewisse Orientierung bieten.
 
Wieviel Motorleistung Sie benötigen, hängt davon ab, welche Aufgaben die Maschine in Ihrer Küche übernehmen soll und welche Mengen Sie verarbeiten möchten. Eischnee, leichte Rührteige oder Suppen lassen sich mit einem 500 Watt Motor problemlos herstellen. Diese Mindestleistung bieten fast alle von uns vorgestellten Küchenmaschinen. Lediglich die Kenwood kCook fällt aus dem Rahmen, da sie mit nur 150 Watt Motorleistung sehr dürftig ausgestattet ist.
 
Für schwierigere Arbeiten wie Getreide mahlen, Eis crushen oder die Herstellung von schwerem Hefeteig ist ein Modell mit mindestens 800 Watt Motorleistung ratsam. Geräte mit geringerer Motorleistung könnten bei diesen Aufgaben überfordert sein. Neben einem unbefriedigenden Ergebnis droht dann unter Umständen sogar ein Defekt an der Maschine. Wenn Sie gern Brot backen oder selbstgemachten Pizzateig lieben, sollten Sie sich daher lieber für ein Modell mit höherer Wattzahl wie die Krups Prep & Cook mit 1.550 Watt entscheiden. Ambitionierte Hobbybäcker oder Großfamilien empfehlen wir die Kenwood Cooking Chef KM096. Mit ihrem klassischen Aufbau mit Schwenkarm, einem Profi-Knethaken und der Power von 1.500 Watt ist sie der Backspezialist unter den Küchenmaschinen. Dies bestätigen auch die Angaben des Herstellers, welche oftmals aussagekräftiger sind als die reine Wattzahl. Laut Kenwood können Sie mit der Cooking Chef bis zu 5kg Kuchenteig oder 3kg Hefeteig verarbeiten. Da wird sicher niemand hungrig nach Hause gehen.
 
Bei der Heizleistung spielt vor allem die eingesetzte Technik eine große Rolle. Mit besonders innovativer Technik kann hier wieder die Thermomix Alternative von Kenwood punkten. Während die meisten Geräte mit einer Heizspirale oder einem Heizring ausgestattet sind, hat sich Kenwood für ein Induktionskochfeld entschieden. Dieses heizt sich sehr schnell auf und garantiert sicheres und energiesparendes Kochen. Auch Jupiter setzt mit der im Thermomaster verbauten Heizfilmtechnologie auf eine besonders effiziente Technik. Es bleibt jedoch festzuhalten, dass die Heizfunktion aller modernen Küchenmaschinen weniger Energie verbrauchen als die meisten Kochfelder. Damit kann die Nutzung einer Küchenmaschine nicht nur zu einer gesünderen Ernährung, sondern auch zu einer niedrigeren Stromrechnung führen.
 
Wenn Sie auf Röstaromen nicht verzichten möchten, sollten Sie ein Gerät mit entsprechender Maximaltemperatur wählen. Modelle wie die Klarstein Food Circus oder die Kenwood kCook mit einer Maximaltemperatur von lediglich 100°C sind hierfür nicht geeignet. Die Monsieur Cuisine Plus bringt als einziges Modell sogar ein Automatikprogramm zum Anbraten mit.
 
Neben der Leistung lohnt sich ein Blick auf die Geschwindigkeit der Maschine, also wieviel Umdrehungen pro Minute der Rührhaken oder das Messer im besten Fall schafft. Während für die Teigherstellung vor allem ein starker Motor entscheidend ist, werden für die Herstellung von Puderzucker und Nussmus oder für das Mixen feiner Smoothies besonders viele Umdrehungen für ein optimales Ergebnis benötigt. Leider wird die Umdrehungszahl nicht von allen Herstellern angegeben. Geschwindigkeits-Spitzenreiter unter den Modellen, bei denen eine Angabe zu finden ist, ist die Krups Prep & Cook mit maximal 12.000 U/min. Damit schlägt sie sowohl bei der Motorleistung als auch bei der Geschwindigkeit den Thermomix, welcher es auf „nur“ 10.700 U/min bringt. Die Monsieur Cuisine Plus von Silvercrest oder der Gourmetmaxx Thermo-Multikocher 9in1 schaffen mit maximalen 5.200 bzw. 4.500 Umdrehungen noch nicht einmal halb so viele Runden. Für das Pürieren von Suppen oder die Herstellung von Marmelade oder Püree sind diese Geschwindigkeiten aber vollkommen ausreichend. Die passende Geschwindigkeit für den jeweiligen Arbeitsschritt kann über automatische Programme gesteuert oder in unterschiedlichen Stufen vom Nutzer selbst eingestellt werden.

 

6. Automatikprogramme, manueller Modus und Guided Cooking

 

Das Highlight vieler Küchenmaschinen mit Kochfunktion sind die Automatikprogramme. Wenn Sie zu den Personen gehören, denen sogar Wasser anbrennt oder die einfach keine Freude am Kochen haben, müssen Sie dank dieser praktischen Funktion nicht mehr auf kulinarische Köstlichkeiten und frisch zubereitete Gerichte verzichten. Die Automatikprogramme ermöglichen das „Kochen auf Knopfdruck“. Sie müssen nur noch die Zutaten in die Schüssel füllen und das gewünschte Programm auswählen. Die weiteren Arbeitsschritte werden von der Maschine im Anschluss selbständig ausgeführt und Sie können sich unterdessen anderen Tätigkeiten widmen.
 
Besonders beliebt sind die Teigprogramme. Ohne die Unterstützung einer Küchenmaschine muss der Teig mühevoll mit Muskelkraft geknetet werden. Anschließend wird die Schüssel mit dem Teig abgedeckt und auf die Heizung oder an einen anderen warmen Ort gestellt, damit er gehen kann. Zwischendurch ist es erforderlich, immer einmal wieder einen prüfenden Blick in die Schüssel zu werfen, erneut zu kneten und wieder abzudecken. Ein langwieriger Prozess, der ständige Aufmerksamkeit von Ihnen erfordert. Mit einer Küchenmaschine geben Sie Mehl, Wasser, Hefe und die weiteren Zutaten in die Rührschüssel und schalten das passende Teigprogramm ein. Die Maschine wählt nun selbständig die passenden Einstellungen wie die Rührintervalle, die Geschwindigkeit und die Temperatur. Sie knetet und wärmt selbständig vor sich hin, ohne dass ein manuelles Eingreifen Ihrerseits notwendig wäre. Ein Hinweiston signalisiert Ihnen zum Schluss die Beendigung des Programms und Sie können sich über den perfekten Teig freuen.
 
Ein weiteres sehr nützliches Programm ist der „Suppenmodus“. Sie geben die gewünschten Zutaten wie Gemüse, Wasser und Gewürze in die Rührschüssel und schalten das Suppenprogramm ein. Den Rest erledigt die Maschine. Sie wählt automatisch die richtige Temperatur und Rührgeschwindigkeit und zerkleinert die Zutaten anschließend genau so, dass die von Ihnen gewünschte Konsistenz erreicht wird. Vorbei sind die Zeiten, in denen man kochlöffelschwingend neben dem Herd stehen musste, damit auch ja nichts anbrennt. Da die Küchenmaschine alle Einstellungen selbständig wählt, ist Ihre Anwesenheit nicht mehr erforderlich, was Ihnen mehr Freiraum für andere Dinge verschafft.
 
Das Angebot an Automatikprogrammen unterscheidet sich sehr stark zwischen den einzelnen Modellen. Wenn Sie Wert auf möglichst viele automatische Funktionen legen, lohnt sich ein detaillierter Vergleich. Eine große Auswahl an Programmen bietet die Krups Prep & Cook. Auf dem Display stehen dem Nutzer sechs automatische Programme zur Verfügung (Sauce, Suppe, Garen, Dampfgaren, Teig und Dessert). Bei drei dieser Programme hat man durch eine Mehrfachbelegung der Tasten allerdings die Möglichkeit, die Einstellung noch weiter zu verfeinern. So kann durch einmaliges oder zweimaliges Drücken der Suppentaste die Konsistenz gesteuert werden. Das Garprogramm bietet die Möglichkeit, die perfekten Einstellungen für gedünstete Gerichte, Schmorgerichte oder Risotto zu wählen. Und im Teigmodus kann durch einmaligen, zweimaligen oder dreimaligen Tastendruck Brot-, Hefe- oder Rührteig hergestellt werden. Dem Nutzer stehen bei der Krups Prep & Cook somit im Endeffekt 11 verschiedene Automatikprogrammen zur Verfügung. Das schafft keines der Konkurrenzprodukte. Die Klarstein Food Circus verfügt über 10 Programme, während die Monsieur Cuisine Plus und die Kenwook kCook immerhin noch drei automatische Programme zur Auswahl stellen.
 
Eine besonders komfortable Form des geführten Kochens bietet Vorwerk bei seinem Thermomix. Dieser verfügt über die Möglichkeit, einen Chip, auf dem die Rezepte gespeichert sind, „anzudocken“. Nach der Auswahl eines Rezeptes wird man von der Guided Cooking Funktion Schritt für Schritt durch das Rezept geführt, vom Abwiegen der Zutaten bis zum fertigen Gericht. Der sogenannte „Cook-Key“ macht den Thermomix sogar zum „Smart Cooker“. Über den Cook-Key kann man den Thermomix mit dem Rezept-Portal von Vorwerk verbinden und seine Lieblingsrezepte per WLAN direkt an das Gerät senden. Diesen Luxus lässt sich Vorwerk allerdings teuer bezahlen. Der Cook-Key schlägt mit weit über 100 Euro zu Buche. In diesem Preis ist eine 6-monatige Probemitgliedschaft im Rezeptportal inbegriffen. Wer auch nach der Probezeit weiter Zugriff auf die Rezepte haben möchte, muss das Abo jedes Jahr gegen eine Gebühr erneut verlängern. Auch die Rezeptchips sind deutlich teurer als die meisten Kochbücher. Für Kochanfänger und all jene, die den größtmöglichen Komfort und eine möglichst einfache Bedienung suchen, könnte sich die Investition von ca. 1300 Euro in das Pionierprodukt von Vorwerk lohnen. Wer auf die Anbindung ans Internet und Schritt-für-Schritt Anleitungen verzichten kann, findet bei den Konkurrenzprodukten oft ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.
 
Neben den Automatikprogrammen verfügen fast alle Küchenmaschinen mit Kochfunktion auch über einen manuellen Modus. Der manuelle Modus bietet höchste Vielseitigkeit und unbegrenzte Möglichkeiten, da alle Einstellungen frei gewählt werden können. So kann man die Geschwindigkeit, die Kochtemperatur oder die Zubereitungszeit ganz individuell anpassen. Dies setzt allerdings gewisse Grundkenntnisse beim Nutzer – oder zumindest gute Rezeptanleitungen – für das optimale Gelingen voraus. Bei einigen Modellen wie dem Jupiter Thermomaster oder dem Gourmetmaxx Thermo-Multikocher 9in1 steht dem Nutzer ausschließlich ein manueller Modus zur Verfügung. Auch bei der Kenwood Cooking Chef sucht man vergeblich nach automatischen Programmen. Da die Cooking Chef aber fast schon zu den Profi-Geräten gehört, wird sie vorwiegend von ambitionierten Hobbyköchen und -bäckern genutzt, welche ohnehin lieber die vielfältigen Möglichkeiten des manuellen Modus in Anspruch nehmen.

 

7. Bedienung und Display

 

Sowohl Handhabung als auch Bedienkomfort spielen bei der Kaufentscheidung für die richtige Küchenmaschine eine wichtige Rolle. Die Bedienung ist im besten Fall selbsterklärend und einfach, ohne dass vorher nächtelang das Handbuch studiert werden muss. Das Display sollte übersichtlich und intuitiv gestaltet sein, so dass bei einem Blick darauf sofort erkenntlich ist, welche Funktionen und Optionen angewählt werden können. Besonders gut gelungen ist das bei der Krups Prep & Cook. Das farbige Touch Display der Prep & Cook ist groß, verständlich und lässt sich (auch mit schmutzigen Fingern) leicht bedienen. Bei den anderen Modellen setzen die Hersteller meist auf ein beleuchtetes LC-Display, auf welchem die Einstellungen wie Temperatur, Zubereitungszeit oder Geschwindigkeit angezeigt werden. Die Bedienung erfolgt über Drehregler oder Funktionstasten. Welche Handhabung einem besser liegt oder besser gefällt, ist eine Frage der persönlichen Vorliebe und daher individuell verschieden.

 

8. Sicherheit

 

Da Küchenmaschinen mit sehr scharfen Klingen arbeiten, um optimale Ergebnisse zu erreichen, besteht bei unsachgemäßer Handhabung oder Unachtsamkeit eine große Verletzungsgefahr. Gerade für Familien mit Kindern ist es empfehlenswert, beim Kauf darauf zu achten, dass das Modell der Wahl über die entsprechenden Sicherungsvorkehrungen verfügt. Wichtig ist vor allem ein automatischer Messerstopp. Dieser stoppt den Betrieb sofort, sobald der Deckel geöffnet wird. Keinesfalls dürfen sich die Messer in Betrieb setzen lassen, solange der Deckel noch nicht fest verschlossen und eingerastet ist! Wenn der Arbeitsvorgang beendet wurde, ist es zudem wichtig, dass sich der Deckel erst öffnen lässt, wenn die Messer vollständig zur Ruhe gekommen sind. Bei einigen Geräten wie zum Beispiel der Monsieur Cuisine Plus hat sich im Test gezeigt, dass der Deckel sich bereits öffnen ließ, nachdem der Vorgang zwar beendet war, die Messer aber noch eine Weile weiterrotierten. Der Hersteller Silvercrest macht in der Bedienungsanleitung immerhin auf dieses Risiko aufmerksam.
 
Neben den Sicherheitsfunktionen für die Messer können auch die Temperatur der Rührschüssel und die Standfestigkeit der Maschine eine Rolle spielen. Die Außenwand der Rührschüssel sollte sich auch beim Kochvorgang nicht zu stark erhitzen, damit Verbrennungen vermieden werden. Um die Standfestigkeit des Geräts zu gewährleisten, setzen einige Hersteller auf Gummifüße oder Saugnäpfe. Diese sorgen dafür, dass die Maschine auch während des Betriebs an ihrem Standort bleibt und nicht über die Arbeitsplatte „wandert“.

 

9. Lautstärke

 

Ob die Lautstärke der Küchenmaschine ein relevantes Kaufkriterium für Sie ist, entscheiden wohl am ehesten Ihre Ohren – und vielleicht noch die Nachbarn. Kochen (lassen) hat für viele Menschen auch mit Entspannung zu tun. Rattert die Küchenmaschine lautstark vor sich hin, ist es unmöglich, auch nur ansatzweise zur Ruhe zu kommen. Küchenmaschinen zählen zu den lautesten Haushaltsgeräten. Je nach Arbeitsschritt kann das Trommelfell mit fast 100 Dezibel malträtiert werden. Insbesondere Thermomix-Nutzer können ein Lied davon singen. Das Vorzeigeprodukt von Vorwerk ist das lauteste Gerät im Küchenmaschine mit Kochfunktion Test von Stiftung Warentest. Die Tester haben festgestellt, dass der Thermomix unter anderem beim Gulasch kochen einen Schalldruck von 64 Dezibel erzeugt – und das ganze 1,5 Stunden lang, bis der Gulasch fertig ist. Eine entspannte Unterhaltung ist da nicht mehr möglich. Die Krups Prep & Cook erledigt den gleichen Vorgang dagegen spürbar leiser. Selbst beim Rühren von Wasser kommt der Thermomix auf unglaubliche 91 Dezibel. Das tut schon fast weh. Nur geringfügig leiser arbeitet der Jupiter Thermomaster. Besser abgeschnitten haben bei Stiftung Warentest neben der Prep & Cook die Kenwood Cooking Chef und der Gourmetmaxx Thermo-Multikocher 9in1.

 

10. Reinigung, und Pflege

 

Um den Vorteil der beim Kochen gesparten Zeit und Arbeit bei der anschließenden Reinigung nicht wieder einzubüßen, ist es empfehlenswert, auf ein pflegeleichtes Gerät zu setzen. Bei der Kenwood Cooking Chef, dem Thermomix und der Monsieur Cuisine Plus sind so gut wie alle Teile spülmaschinenfest, was den Reinigungsaufwand erheblich reduzieren kann. (Die Grundeinheit ist hier immer ausgenommen. Diese kann bei Bedarf einfach mit einem feuchten Tuch abgewischt werden.) Auch bei der Krups Prep & Cook darf laut Hersteller fast alles in die Spülmaschine. Ausgenommen hiervon sind jedoch die Dichtungsringe, weshalb der Deckel erst in drei Teile zerlegt werden muss. Da ist der Abwasch von Hand meist schneller erledigt. Der Topf des Jupiter Thermomaster ist erst gar nicht für die Spülmaschine geeignet. Auch wenn der Hersteller angibt, dass die Teile spülmaschinengeeignet sind, ist es übrigens ratsam, bestimmte Teile trotzdem von Hand zu waschen, um länger Freude daran zu haben. Insbesondere die Messeraufsätze werden in der Spülmaschine schnell stumpf und schneiden dann schlechter. Die Reinigungsmittel, welche für den Spüler verwendet werden, enthalten Säuren, Laugen und Salze. Diese reagieren mit dem Metall und lassen es rosten. Dadurch wird die Schneide immer poröser – das Messer wird stumpf. Da auch salzige oder saure Speisen diesen Effekt haben, bleiben Ihnen scharfe Messer am längsten erhalten, wenn sie sofort nach Benutzung per Hand gereinigt werden.
 
Ein guter Tipp, um den Topf schnell und einfach zu säubern: Geben Sie direkt nach der Benutzung ein wenig Spülmittel und etwas Wasser in den Topf und schalten für einige Sekunden in den Turbogang ein. Anschließend noch mit klarem Wasser nachspülen und schon ist der Topf bereit für den nächsten Gang. Bei hartnäckigen Verschmutzungen oder angebrannten Stellen hilft ein Blick in Omas Trickkiste: etwas warmes Wasser und ein wenig Natron in den Topf geben und einige Zeit einwirken lassen. Danach kann man die Rückstände meist leicht entfernen.

 

11. Material

 

Die Töpfe der Küchenmaschine sind bei allen von uns betrachteten Küchenmaschinen mit Kochfunktion aus Edelstahl. Die Zubehörteile sind entweder aus Metall oder Kunststoff. Dies muss kein Nachteil sein, da es heutzutage sehr hochwertigen Kunststoff gibt. Gerade bei den Teilen, welche mit den Zutaten in Berührung kommen, wie beispielsweise dem Dampfgaraufsatz oder den Rühraufsätzen, ist es allerdings wichtig, dass diese aus lebensmittelechtem Kunststoff sind und keine Schadstoffe enthalten. Die Grundeinheit ist bei fast allen Geräten aus Kunststoff. Lediglich die Kenwood Cooking Chef kommt fast vollständig im hochwertigen Metallmantel daher, mit einem Gehäuse aus Aluminium-Druckguss.

 

12. Gewicht und Größe

 

Küchenmaschinen mit Kochfunktion sind keine Leichtgewichte und benötigen viel Platz. Ein fester Standort in der Küche ist daher auf jeden Fall zu empfehlen. Wer die Maschine jedes Mal erst aus dem Schrank oder dem Hauswirtschaftsraum holen und anschließend dort wieder verstauen muss, wird sie erfahrungsgemäß deutlich seltener benutzen. Wenn der Platz auf der Arbeitsfläche bereits von anderen Geräten okkupiert wird, ist es eine Überlegung wert, ob ein Teil dieser Geräte zugunsten der Küchenmaschine Platz machen kann. Ein Handmixer oder ein Toaster sind deutlich kleiner und leichter. Somit können sie schneller im Schrank verstaut und bei Bedarf herausgeholt werden. Bei der Wahl des Standplatzes ist zu beachten, dass während des Kochens Wasserdampf entsteht. Ein Platz direkt unter dem Hängeschrank oder unter einem Regal ist daher nicht ratsam. Zudem verfügen viele Geräte über einen Dampfgaraufsatz, welcher ohnehin mehr Platz nach oben verlangt.

 

13. Lieferumfang und Erweiterbarkeit

 

Die Ausstattung der Küchenmaschine spielt bei der Wahl eine entscheidende Rolle, schließlich bestimmt sie, welche Funktionen die Maschine zukünftig übernehmen kann. Während die Rührschüssel samt unterschiedlicher Aufsätze zur Grundausstattung der meisten Geräte gehört, gibt es weitere Zubehörteile, die teilweise mitgeliefert und teilweise separat dazugekauft werden können. Dazu zählen zum Beispiel ein zweite Schüssel oder ein Schnitzelwerk.
 
Zur Standard-Ausstattung gehören neben der Grundeinheit mit Rührschüssel in der Regel ein Messer- und ein Rühraufsatz, ein Dampfgarkorb, ein Spatel und eine Reinigungsbürste. Auch ein Dampfgaraufsatz und ein Kochbuch sind bei vielen Geräten bereits im Lieferumfang enthalten. Bei einigen Modellen wie dem Jupiter Thermomaster oder der TKM-2015 von Rosenstein & Söhne beschränken sich die Hersteller auf eine eher minimalistische Ausstattung. Andere Geräte sind mit deutlich mehr (optionalem) Zubehör ausgestattet und bieten dem Nutzer damit mehr Möglichkeiten.
 
Bei der Krups Prep & Cook muss der Dampfgaraufsatz* zwar separat dazugekauft werden, dafür kann ihre Ausstattung unter anderem mit einem Schnitzelwerk* erweitert werden. Die Möglichkeit, das Gemüse nicht nur klein zu hacken, sondern auch zu raspeln, zu reiben oder in Julienne oder Scheiben zu schneiden, bietet ansonsten nur noch die Kenwood Cooking Chef. Das Modell von Kenwood ist ohnehin absoluter Spitzenreiter, was den Lieferumfang und die Erweiterbarkeit betrifft. Die stolzen Besitzer der Cooking Chef können ihren Küchenassistenten mit einem Eisbereiter-Aufsatz, einem Fleischwolf, einem Profi-Entsafter, einer Pastawalze, einer Getreidemühle und vielem mehr ausstatten. Die Einsatzmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Da kann keines der Konkurrenzprodukte auch nur ansatzweise mithalten.

 

14. Vertriebswege

 

Die meisten Küchenmaschinen mit Kochfunktion können bei den üblichen Handelspartnern online oder direkt vor Ort im Fachgeschäft erworben werden. Eine Ausnahme sind die Geräte der Discounter-Eigenmarken, sowie der Thermomix von Vorwerk. Die Modelle von Aldi und Lidl werden exklusiv in den Online-Shops der Unternehmen oder zu bestimmten Aktionszeiten auch direkt in den Filialen verkauft. Die Verfügbarkeit schwankt jedoch sehr stark, so dass Kaufwillige mitunter mehrere Monate warten müssen, bis die Geräte wieder erhältlich sind.
 
Auch diejenigen, die sich für die Anschaffung eines Thermomix entschieden haben, müssen sich zunächst in Geduld üben. Das von der Zeit zum „iPhone aus Wuppertal“ gekürte Produkt ist ausschließlich im Direktvertrieb erhältlich. Es kann weder online bestellt, noch in einem Geschäft gekauft und direkt mitgenommen werden. Der Verkaufsprozess ist langwierig und aufwändig. Zunächst muss der Interessent auf der Homepage der Firma Vorwerk ein Online-Formular ausfüllen. Anschließend wird er von einer Vorwerk-Repräsentantin kontaktiert, um einen Vorführtermin zu vereinbaren. Sofern die Live-Vorführung die Kaufabsicht bestätigt hat, wird wiederum ein Formular – diesmal immerhin zur Bestellung – ausgefüllt. Danach ist wiederum Geduld gefragt, denn bis zur Lieferung können noch einmal mehrere Wochen oder sogar Monate vergehen. In Zeiten von Expressversand und Same-Day Delivery eine unverständliche Geschäftspraktik, die an vorsintflutliche Verhältnisse erinnert.

 

Preis

 

Am Ende ist die Entscheidung, welche Küchenmaschine einem zukünftig das Leben erleichtert, auch immer eine Frage des Budgets. Die Spanne reicht von wenigen hundert Euro bis hin zu Preisen im vierstelligen Bereich. Wobei der Preis nicht notwendigerweise auf die Leistungsfähigkeit der Maschine schließen lässt. Die Eigenmarken von Discountern wie Lidl oder Aldi haben Modelle im Angebot, die günstig sind und dennoch ein großes Leistungsspektrum bieten. Teurere Modelle zeichnen sich hingegen meist durch eine herausragende Qualität, raffinierte Funktionen und umfangreiches Zubehör aus.
 
Doch nicht jeder Hobbykoch benötigt den Luxus der Premiummodelle. Für alle, die die Küchenmaschine nur gelegentlich für kleinere Arbeiten benötigen, wäre ein Highend-Küchenroboter wahrscheinlich vollkommen überdimensioniert. Auch diejenigen, die sich noch nicht sicher ist, ob sie die Maschine tatsächlich nutzen, sind mit einem günstigen Modell vorerst besser bedient.
 
Wer hingegen einen zuverlässigen Helfer für die tägliche Küchenarbeit sucht oder sich an aufwändige Rezepte für kulinarische Delikatessen wagen möchte, die ohne technische Unterstützung kaum möglich wären, für den kann ein Profigerät eine unentbehrliche Hilfe in der Küche werden, die er schon nach kurzer Zeit nicht mehr missen möchte.

 

Fazit

 

Wir empfehlen Ihnen, die genannten Kaufkriterien für Küchenmaschinen mit Kochfunktion durchzugehen und im Vorfeld genau zu überlegen, welche Funktionen Sie benötigen und welche Bedingungen Ihr Küchenhelfer erfüllen sollte. Gut bewährt hat sich eine Checkliste, auf der Sie Ihre Wünsche notieren. So behalten Sie stets den Überblick und können sich sicher sein, nichts zu vergessen. Die Punkte auf Ihrer Checkliste können Sie dann mit den Produktdetails der unterschiedlichen Modelle abgleichen und finden so genau die Küchenmaschine, die perfekt zu Ihnen passt!

 

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